Pressemeldungen

02.03.2017
Telefonschwindel-Urteil vertagt

Kein Urteil im Prozess um unerlaubte Telefonanrufe – das Landgericht Ravensburg hat am heutigen Prozesstag Zeugen gehört, aber kein Urteil verkündet. Das soll am 27. März erfolgen.

Das Stadtwerk am See hatte sich gerichtlich dagegen gewehrt, dass der Energiediscounter eprimo unerlaubt Stadtwerk-Kunden angerufen und mit ihnen am Telefon Verträge abgeschlossen hatte. Dabei habe die Mitarbeiterin des von eprimo beauftragten CallCenters aus dem Kosovo den Eindruck vermittelt, sie sei vom Stadtwerk am See beauftragt. Die angerufene Zeugin berichtet, die Anruferin habe sehr genaue Kenntnisse gehabt und ihre Vertragsdaten gekannt. Es sei für sie klar gewesen, dass dies nur das Stadtwerk wissen könne.

Ein im Gerichtssaal vorgespielter Telefonmitschnitt sollte eprimo entlasten – doch die Zeugin erklärte, dies sei gar nicht ihre Stimme und folglich auch nicht das mit ihr geführte Telefonat. Die Richterin teilte diese Ansicht.

Stadtwerk-Vertriebschef Ulrich Längle ist trotz der erneuten Frist optimistisch: „Das Gericht hat uns bereits Recht gegeben, dass eprimo unsere Kunden nicht anrufen durfte. Und wegen des letztens Anklagepunktes blicken wir zuversichtlich auf den 27. März.“ Man gehe mit aller Konsequenz gegen diesen „Telefonschwindel“ vor, so Längle. „Das nimmt immer mehr zu, und wir wollen uns, aber vor allem unsere Kunden, vor solchem Schmu schützen.“


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