Pressemeldungen

31.03.2017
Stadtwerk am See gewinnt gegen eprimo

Das Stadtwerk am See hatte dem Energiediscounter eprimo unlautere Werbeanrufe vorgeworfen. Das Landgericht Ravensburg teilt in seinem Urteil diese Einschätzung.

Der Energieversorger vom Bodensee hatte sich gerichtlich dagegen gewehrt, dass eprimo unerlaubt seine Kunden angerufen und mit ihnen am Telefon Verträge abgeschlossen hatte. Jetzt wurde dem Stadtwerk weitestgehend recht gegeben. „Ich war da sehr guter Dinge und fühle mich nun durch das Urteil bestätigt“, freut sich Ulrich Längle, Vertriebsleiter des Stadtwerks am See.

In Zukunft darf eprimo keine Verbraucher im Versorgungsgebiet des Stadtwerks am See anrufen oder anrufen lassen, sofern keine vorherige ausdrückliche Einwilligung vorliegt. Außerdem darf der Energiediscounter nicht den eigentlichen geschäftlichen Zweck seines Anrufs verschleiern. Der Anrufende muss gleich zu Beginn eines Telefonats die Identität des Unternehmens offenlegen und klarstellen, mit welchem Zweck er anruft. Darüber hinaus wird eprimo untersagt, einem Verbraucher Vertragsunterlagen zuzuschicken, obwohl dieser keinen entsprechenden Auftrag erteilt hat – dies war bei einer Zeugin geschehen.

Sollte eprimo gegen die Regelungen verstoßen, droht ein Ordnungsgeld von bis zu 250.000 Euro, ersatzweise bis zu sechs Monate Ordnungshaft. Das Unternehmen muss dem Stadtwerk außerdem jeglichen Schaden ersetzen, der durch die bisherigen Anrufe entstanden ist. „Wir wollen uns, und vor allem unsere Kunden schützen. Der Gesetzgeber ist in der Pflicht, die Lage bei telefonisch geschlossenen Verträgen zu verbessern“, betont Längle.


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