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24.05.2018
Kaspar Hauser Schule mit Verantwortungspreis ausgezeichnet

Das Stadtwerk am See hat wieder zehn Vereine für vorbildliches Engagement in der Jugendarbeit honoriert. Der mit 1.000 Euro dotierte 2. Preis geht in diesem Jahr an die Kaspar Hauser Schule in Überlingen. Ihr Theaterprojekt „Luzie hat was gegen Weihnachten“ hat Vorbildcharakter, so der regionale Energieversorger.

Die dreizehn Schüler und Schülerinnen der sechsten Klasse der Kaspar Hauser Schule sind stolz. Über drei Monate haben sie gesungen, gemalt, genäht, geprobt – und schließlich ihr Theaterstück aufgeführt. Jetzt wurde das Projekt mit dem Stadtwerk am See-Verantwortungspreis ausgezeichnet. Der regionale Energieversorger vergibt diese Auszeichnung jährlich an herausragende Projekte im Bereich Kinder- und Jugendarbeit.

„Einige der Schüler und Schülerinnen erfahren bei unseren Theaterprojekten zum ersten Mal die Kraft der Kunst. Sie wachsen an ihr“, weiß Katrin Ehrler-Riedel, Theaterpädagogin an der Kaspar Hauser Schule. Das Stück „Luzie hat was gegen Weihnachten“ ist ein Musical – Textpassagen und Gesang wechseln sich ab. Die 12- und 13-jährigen Schülerinnen Lea und Irina, die den Preis stellvertretend für die Klasse entgegennehmen, haben ihre Rollen verinnerlicht. Spontan und ohne jede Scheu führen sie auch ein halbes Jahr nach der letzten Aufführung noch ihre Rolle der Maria oder des Unterteufels vor. Beeindruckend deshalb, weil diese Kinder einen höheren Förderbedarf haben als Kinder einer Regelschule. Viele von Ihnen brauchen Unterstützung in ihrer sozialen Kompetenz. Viele von Ihnen haben Schwierigkeiten beim Lernen. Davon merkt man bei der Theateraufführung nichts. 

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v.l.n.r. hinten: Susanne Sorms, Klassenlehrerin; Katrin Ehrler-Riedel, Theaterpädagogin; Alexander-Florian Bürkle, Geschäftsführer Stadtwerk am See;
v.l.n.r. vorne: Lea als Maria und Irina als Unterteufel (beide 12 Jahre alt, 6. Klasse Kaspar Hauser Schule)


„Die Kaspar Hauser Schule hat absoluten Vorbildcharakter. Sie unterstützt junge Menschen auf ihrem Weg in ein freies, selbstbestimmtes Leben. Ohne solche Schulen hätten es Kinder wie Lea oder Irina schwer“, erklärt Alexander-Florian Bürkle die Entscheidung des Gremiums.

Belohnt wird das Theaterprojekt mit dem 2. Platz beim Stadtwerk am See-Verantwortungspreis. 1.000 Euro, die die Schule mit privatem Träger gut gebrauchen kann. Die Schule deckt einen Großteil der Kosten anhand von Spenden und Fördergeldern. „Die Theaterprojekte, die in der 6. und 8. Klasse der Kaspar Hauser Schule zum pädagogischen Konzept gehören“, erklärt Klassenlehrerin Suse Sorms, „sind ein finanzieller Batzen, der nun dank des Verantwortungspreises nicht mehr ganz so schwer wiegt.“   

In diesem Jahr nahmen insgesamt 36 Vereine an der Ausschreibung teil. „Uns erreichen jedes Jahr tolle Projekte und nahezu alle sind es wert unterstützt zu werden. Die Entscheidung fiel wieder einmal schwer“, verrät Bürkle. „Uns ist es wichtig, nachahmenswerte Projekte aus der Region zu fördern, und so zu helfen, dass auch zukünftig aus guten Ideen gute Aktionen werden“, unterstreicht Bürkle das Engagement des regionalen Energieversorgers.

Insgesamt über 5.000 Euro vergibt das Stadtwerk am See jedes Jahr an ausgewählte Vereine. Dieses Jahr wurde der Verantwortungspreis bereits zum sechsten Mal vergeben. Der Social Media Preisträger, der als Teil des Verantwortungspreises allein von der Öffentlichkeit bestimmt wird, wurde bereits im März ermittelt. Hierfür veröffentlichte der Energieversorger die Projekte auf seiner Facebook-Seite und stellte sie in ein Ranking. Mit 322 Gefällt-Mir-Angaben sicherte sich die Jugendfeuerwehr Owingen 500 Euro.

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Der Verantwortungspreis richtet sich an Vereine, die sich in ihrer Kinder- und Vereinsarbeit verdient machen. Ausgezeichnet werden jährlich zehn Projekte mit 250 Euro bis zu 2.000 Euro.


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