Pressemeldungen

13.06.2018
Verein „Therapeutisches Reiten Markdorf“ wird mit Verantwortungspreis für Kinder- und Jugendarbeit ausgezeichnet

Beispielhaftes Engagement in der Kinder- und Jugendarbeit – dafür hat das Stadtwerk am See den Verein „Therapeutisches Reiten Markdorf“ jüngst ausgezeichnet. Er hat beim Stadtwerk am See-Verantwortungspreis den 3. Platz belegt. Der Preis honoriert jedes Jahr Projekte in der Bodenseeregion mit vorbildlicher Jugendarbeit. Der 3. Preis ist mit 500 Euro dotiert.

Therapeutisches Reiten Markdorf
Sebastian Dix, Leiter Unternehmenskommunikation STADTWERK AM SEE, Madleine, Anika Schneider, Vereinsvorsitzende „Therapeutisches Reiten Markdorf“, Margret Beck, Reitpädagogin, und Mika in der Reithalle des Reitstalls Köhl in Hepbach (von links nach rechts).

Mika, 14 Jahre, kommt gerne zum therapeutischen Reiten nach Hepbach. Der aufgeweckte Junge liebt die Stunden im Reitstall, genießt die Nähe zu den Tieren. Doch Mika ist nicht nur zum Spaß hier. Durch seine Entwicklungsverzögerung und ADS braucht er Unterstützung. Die heilpädagogische Förderung mit Pferden hilft ihm, sein Körperbewusstsein und seine Wahrnehmung zu schulen und Selbstvertrauen zu gewinnen. Dass er und 25 andere Kinder und Jugendliche die Chance auf eine solche Therapie haben, verdanken sie dem Verein „Therapeutisches Reiten Markdorf“. Der Verein sammelt Spenden, um den Kindern die Behandlung möglich zu machen.  

Dieses Engagement wurde nun mit dem 3. Platz beim Stadtwerk am See-Verantwortungspreis ausgezeichnet. Sebastian Dix, Leiter der Unternehmenskommunikation bei dem regionalen Energieversorger, übergab den Preis und freute sich über einen Einblick in die Arbeit der Reitpädagoginnen. „Uns beeindruckt, welche vielfältige Wirkung der therapeutische Umgang mit Pferden hat“, so Dix.

Hanno, Benny und Arina – so heißen die Pferde auf dessen Rücken die Kinder ihr Glück finden – leisten täglich wichtige Arbeit. Denn die 8- bis 16-jährigen werden dank der Pferde stark. So wie bei der „Hufnagelprüfung“. Bei dieser Prüfung können auch kleine Reiter mit Handicap ihr theoretisches und praktisches Wissen unter Beweis stellen. „Zur Prüfung müssen unsere Kinder viel Stärke, Kraft und Mut aufbringen,“ erzählt Margret Beck, die als eine von fünf Reitpädagoginnen die Kinder begleitet. „Danach strotzen sie nur so vor Stolz und neugewonnenem Selbstbewusstsein“.  

Die Vereinsvorsitzende Anika Schneider ist glücklich. „Die 500 Euro, die wir vom Stadtwerk am See bekommen, können wir gut gebrauchen – für den Unterhalt der Tiere und zur Unterstützung der Therapeutinnen. Die arbeiten überwiegend ehrenamtlich, werden aber für ihre Aufwendungen entschädigt“. Der Verein bietet neben der heilpädagogischen Förderung auch die sogenannte Hippotherapie an. Diese hilft vor allem bei neurologischen Erkrankungen wie Multiple Sklerose, Parkinson oder Querschnittslähmung. Die Schwingungen, die über den Gang des Pferdes auf den Patienten übertragen werden, schulen Gleichgewicht, Bewegungsempfinden und die Koordination. „Mika hatte früher Angst vor Tieren. Seit der heilpädagogischen Förderung mit Pferden hat er sich gut weiterentwickelt. Er ist in seiner Persönlichkeit gestärkt worden. Es ist ihm wichtig, regelmäßig zu den Pferden zu kommen, er liebt die Arbeit im Stall und übernimmt gerne Verantwortung für die Tiere. Auch zeigt er sich hilfsbereit, kooperativ und verantwortungsvoll den anderen Kindern gegenüber“ erzählt die Mutter des 14-Jährigen.   

Am Stadtwerk am See-Verantwortungspreis nahmen in diesem Jahr insgesamt 36 Vereine teil, berichtet das Stadtwerk. „Uns erreichen jedes Jahr tolle Projekte, und nahezu alle sind es wert, unterstützt zu werden. Die Entscheidung fiel wieder einmal schwer“, verrät der Pressesprecher Sebastian Dix. „Uns ist es wichtig, nachahmenswerte Projekte aus der Region zu fördern und so zu helfen, dass auch zukünftig aus guten Ideen gute Aktionen werden“, unterstreicht Dix das Engagement des regionalen Energieversorgers.

Insgesamt über 5.000 Euro vergibt das Stadtwerk am See jedes Jahr an ausgewählte Vereine. Dieses Jahr wurde der Verantwortungspreis bereits zum sechsten Mal vergeben. Der Social Media-Preisträger, der als Teil des Verantwortungspreises allein von der Öffentlichkeit bestimmt wird, wurde bereits im März ermittelt. Hierfür veröffentlichte der Energieversorger die Projekte auf seiner Facebook-Seite und stellte sie in ein Ranking. Mit 322 Gefällt-mir-Angaben sicherte sich die Jugendfeuerwehr Owingen 500 Euro.

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Der Verantwortungspreis richtet sich an Vereine, die sich mit ihrer Kinder- und Vereinsarbeit verdient machen. Ausgezeichnet werden jährlich zehn Projekte mit 250 Euro bis zu 2.000 Euro.



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