Pressemeldungen

11.02.2019
Öko-Wärmeversorgung in den Startlöchern

Ökologische Wärme und Glasfaser für einen ganzen Stadtteil – das dürfte in Friedrichshafen bereits 2020 Realität werden. Das Stadtwerk am See baut dazu ein neues Nahwärmenetz in der Friedrichshafener Nordstadt auf. Verträge mit der Stadt Friedrichshafen sind nun unterzeichnet. Die Stadt ist damit nicht nur Projektpartner, sondern auch erster Kunde des ökologischen Netzes. Noch 2019 könnte es mit den Bauarbeiten losgehen.

Das 2014 von der Europäischen Union ausgezeichnete und geförderte Projekt geht nun in die zweite Bauphase. Damit legt das Stadtwerk am See den Grundstein für die ökologische Versorgung des Stadtquartiers in der Nordstadt. Im ersten Schritt werden künftig vier Schulen (Graf-Zeppelin-Gymnasium, Karl-Maybach-Gymnasium, Pestalozzischule und Musikschule), das Max-Grünbeck-Haus und die Bodensee-Sporthalle künftig aus einer gemeinsamen ökologischen Wärmeanlage versorgt. Die neue Anlage ersetzt zum Teil über 30 Jahre alte Heizkessel. „Wir sind damit nicht nur Pioniere für effiziente Wärmeversorgung“, so Friedrichshafens Erster Bürgermeister Dr. Stefan Köhler: „Das ist auch ein weiterer Baustein für den European Energy Award, den wir natürlich wieder mit Gold-Status erhalten wollen.“ Für Stadtwerk am See-Geschäftsführer Alexander-Florian Bürkle ist das gemeinsame Projekt „ein weiterer Beweis, wie Innovation, Ökologie und guter Service für die Menschen Hand in Hand“ gehen. „Die Stadt Friedrichshafen als unser erster Vertragspartner hat hier ökologischen Weitblick bewiesen.“

Stadtwerk am See Nahwärme
Einblicke ins neue Nahwärmenetz „Nordstadt Friedrichshafen“ (von links): Udo Woble, Leiter Energiesysteme beim Stadtwerk am See; Wolfgang Kübler, Leiter Stadtbauamt Friedrichshafen; Alexander-Florian Bürkle, Geschäftsführer Stadtwerk am See; Dr. Stefan Köhler, Erster Bürgermeister Stadt Friedrichshafen

Doch die Nahwärme gibt es nicht nur für öffentliche Gebäude: Auch andere Hausbesitzer im Karree Charlottenstraße, Allmandstraße, Keplerstraße und Riedleparkstraße können von der günstigen und ökologischen Wärme profitieren. „Unser Nahwärmenetz ist natürlich erweiterbar. Wenn sich in einer Straße mehrere Interessierte melden, dann prüfen wir auch dort den Anschluss an das Netz“, so Bürkle. Die Vorteile für Hausbesitzer: Sie zahlen nur noch einen Komplettpreis für Wärme und sparen sich Investition, Platz und Wartung für einen eigenen Heizkessel. Gleichzeitig werden die bindenden Anforderungen für ökologische Wärmelösungen aus der Gesetzgebung erfüllt.

Ein zusätzlicher Nutzen: Das Stadtwerk am See schafft bei den Bauarbeiten in Zusammenarbeit mit seiner Tochter TeleData die Voraussetzungen für schnelles Internet. Dafür wird bei den Arbeiten auch Glasfaser mitverlegt. In dieser Kombination wird der Wärmeanschluss für Kunden auch noch attraktiver, erklärt der Stadtwerk-Chef.

Das entstehende Nahwärmenetz ist Teil eines Modellprojektes, das vom „Europäische Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) gefördert wird. Im ersten Bauabschnitt hat das Stadtwerk bereits 2017 das Wohnquartier Heinrich-Heine-Straße mit 20 Gebäuden mit Wärme aus einem benachbarten Industriebetrieb versorgt. Hier war die SWG (Städtische Wohnungsbaugesellschaft) Partner. Im endgültigen Ausbau soll dann auch das Quartier Nordstadt eine Wärmeverbindung zu den Industriebetrieben in der Leutholdstraße erhalten, um so Abwärme nutzbringend zu verwenden. „So etwas gibt es in ganz Europa noch nicht, wir sind hier Pioniere“, erklärt Bürkle.

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Interessenten für einen Anschluss an das Nahwärme- oder Glasfasernetz im beschriebenen Gebiet können sich bei Stadtwerk am See und TeleData melden. Nahwärme: Michael Amann, Tel 07551 9234-706, michael.amann@stadtwerk-am-see.de. Glasfaser: Vito Petrizzo, 07541 5007-290, vito.petrizzo@teledata.de


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