Pressemeldungen

12.02.2019
Parkhaus Am See bleibt länger gesperrt

Nach dem Brand am 30. Dezember arbeitet das Stadtwerk am See weiterhin mit Hochdruck an der Reinigung des Parkhauses Am See. Allerdings wird erst im März feststehen, wie groß die Schäden vor allem am Tragwerk sind und wie lange die Sanierungsarbeiten dauern. Darüber informierten Norbert Schültke, Leiter Mobilität, und Alfons Schmid, Projektleiter beim Stadtwerk am See.

Seit dem 3. Januar ist eine Spezialfirma damit beschäftigt, buchstäblich jeden Quadratzentimeter des Parkhauses zu reinigen. „Die erste gründliche Reinigung der Oberflächen ist abgeschlossen, jetzt geht es an die Feinarbeiten“, berichtet Norbert Schültke, Leiter Mobilität beim Stadtwerk am See. „Technikschränke müssen auseinandergenommen, jedes Kabel gereinigt werden – das ist ein Riesen-Aufwand.“ Das werde noch rund drei Wochen dauern.

Parallel dazu laufen die detaillierten statischen Untersuchungen. 40 Kernbohrungen wurden gesetzt und der Stahl im Beton an einigen Stellen freigelegt, um Proben zu nehmen, berichtet Schültke. Diese Arbeiten dauern noch bis Mitte März, da der Beton im Labor aufwändig auf Beschädigungen untersucht werden muss. „Erst danach können wir wirklich sagen, wie umfangreich wir sanieren oder sogar Teile neu bauen müssen“, so Schültke.

Besonders Sorgen macht den Verantwortlichen der Zustand des Betons im Bereich der Ein- und Ausfahrtschranken. Drei Autos hatten genau unterhalb dieses Bereichs gebrannt. „Wenn wir hier den Deckenteil austauschen müssen, dann ist keine Ein- und Ausfahrt ins Parkhaus möglich – und damit auch keine Teilöffnung“, umreißt Schültke diesen Fall. Im schlimmsten Fall könnte sogar der Austausch von zwei Trägern im Bereich der E-Ladestationen notwendig werden, verbunden mit einer Sperrung der Karlstraße.

Völlig zerstört ist ein großer Teil der technischen Anlagen wie Elektrik, Brandmeldeanlage, CO-Warnanlage, Schrankensystem und Kassenautomaten. Auch dies alles muss komplett erneuert werden.

„Wie umfangreich die Sanierungsarbeiten werden, können wir also erst im März sagen“, erklärt Schültke. „Wir rechnen jedoch derzeit mit einer Sanierungszeit bis mindestens in den Herbst hinein.“

Der wirtschaftliche Schaden sei erheblich, erklärt Schültke. „Die unmittelbaren Brandschäden werden zwar von unseren Versicherungen übernommen werden. Nicht jedoch der Einnahmenausfall, wenn das Parkhaus nun monatelang geschlossen bleibt.“ Außerdem hat das Stadtwerk am See die Sanierungsarbeiten im Parkhaus Altstadt unterbrochen, damit hier alle Parkplätze zur Verfügung stehen. „Das kostet uns monatlich eine erhebliche Summe, die wir an die Baufirma für die Ausfallzeiten zahlen.“ Auch diese Kosten ersetze keine Versicherung. Dennoch sei die Entscheidung, das Parkhaus Altstadt in voller Kapazität offen zu halten, richtig gewesen.


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