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06.06.2019
Jugendprojekt „Freiraum“ vom Stadtwerk am See ausgezeichnet

Das Stadtwerk am See zeichnet jährlich Jugendprojekte mit Vorbildcharakter aus. In diesem Jahr gewann das Häfler Projekt „Freiraum“ den mit 1.500 Euro dotierten Stadtwerk am See Verantwortungspreis. Bei dem landesweit einzigartigen Projekt schließen sich zahlreiche Interessengruppen und Vereine zusammen: um einen Ort zu schaffen, an dem sich Jugendliche gerne aufhalten und den sie aktiv mitgestalten.

Orte für Jugendliche, an denen Alter, Schulform und Konfession keine Rolle spielen, sind rar. Vor allem in der Nordstadt Friedrichshafens fehlt außerhalb der Schulen ein Treffpunkt, an dem sich Jugendliche austauschen können. Die evangelische Gesamtkirchengemeinde will dies ändern. Gemeinsam mit dem CVJM (Christlicher Verein junger Menschen) und dem Amt für Soziales, Familie und Jugend der Stadt Friedrichshafen wird in der Scheffelstraße mit einem außergewöhnlichen Projekt „Freiraum“ geschaffen. Viele Beteiligte wie das Jugendparlament, Streetworker und Schulen arbeiten für etwas Besonderes: einen Ort, an dem die Jugendlichen von Beginn an einbezogen sind — bei der Konzeption, der Entwicklung der Entwürfe und letztlich auch am Bau.

Das Projekt, das Jugendreferent Daniel Faißt leitet, hat sich auch für den Verantwortungspreis des Stadtwerks am See beworben.  Und gewonnen: das Stadtwerk am See zeichnete „Freiraum“ heute mit dem 1. Platz und damit 1.500 Euro aus. Alexander-Florian Bürkle, Geschäftsführer des Energieversorgers, machte dabei klar: „Das Projekt ist ein Paradebeispiel für Integration und soziale Verantwortung und hat den 1. Platz redlich verdient“. Umringt von Projektbeteiligten aller Altersgruppen nahmen Daniel Faißt und Harald Kuhnle von der evangelischen Gesamtkirchengemeinde Friedrichshafens die Auszeichnung stellvertretend für alle Projektbeteiligten entgegen. „Freiraum ist ein hervorragendes Beispiel für die Vernetzung von Vereinen für ein gemeinsames Ziel: einen Ort für unsere Kinder und Jugendlichen zu schaffen“, so der Stadtwerkchef. „Vereinsarbeit ist wertvoll. Sie gibt Menschen Raum für Miteinander“.

Stadtwerk am See Team-Verantwortungspreis
v.l.n.r. Harald Kuhnle, Erlöserkirche Friedrichshafen; Daniel Faißt, Jugendreferent und Alexander-Florian Bürkle, Geschäftsführer Stadtwerk am See

Wenn Daniel Faißt aufzählt, wer am Projekt beteiligt ist, wird die Breite des Netzwerks bewusst: drei Häfler Schulen, katholisches Jugendreferat, Streetworker, das Jugendparlament und viele mehr arbeiten Hand in Hand. Das hat Vorbildcharakter, denn „in Baden-Württemberg gibt es nichts Vergleichbares“, so Daniel Faißt. Das Ziel: Der Platz in der Scheffelstraße, auf dem Gelände der evangelischen Gesamtkirchengemeinde, soll ein Treffpunkt für Jugendliche werden – und zwar für Jugendliche aller Konfessionen und Altersgruppen.

80 Schüler wurden persönlich aufgerufen, Ideen zu entwickeln. In einem Workshop schufen die Schüler von Pestalozzischule, Karl-Maybach-Gymnasium und Graf-Zeppelin-Gymnasium 20 kleine selbstgebastelte Modellplätze. „Natürlich gab es ganz individuelle Ideen, aber man konnte anhand der Modelle auch einen roten Faden erkennen“, erzählt Daniel Faißt. Dieser „Faden“ bildet nun die Grundlage für den Architekten. Doch die Schüler sind nicht nur bei der Konzeption integriert, sondern nehmen eigene bauliche Aktionen vor. Nicht leicht, wenn man bedenkt, dass die Bauten im öffentlichen Raum strengen Vorschriften genügen müssen, und der TÜV alles genau unter die Lupe nimmt. Doch es geht, da ist sich Daniel Faißt sicher.

„Mit ‚Freiraum‘, einem ökumenisch und kommunal vernetzten Projekt ganz unterschiedlicher Träger, haben wir einen Paradesieger gefunden“ betont Alexander-Florian Bürkle. Für den Stadtwerk am See-Verantwortungspreis bewarben sich in diesem Jahr insgesamt 18 Vereine. „Uns erreichen jedes Jahr tolle Projekte, und nahezu alle sind es wert, unterstützt zu werden.“, verrät er. „Uns ist es wichtig, nachahmenswerte Projekte aus der Region zu fördern und so zu helfen, dass auch zukünftig aus guten Ideen gute Aktionen werden“, unterstreicht Bürkle das Engagement des regionalen Energieversorgers.

Insgesamt über 5.000 Euro vergibt das Stadtwerk am See jedes Jahr an ausgewählte Vereine. Dieses Jahr wurde der Verantwortungspreis bereits zum siebten Mal vergeben.

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Der Verantwortungspreis richtet sich an Vereine, die sich mit ihrer Kinder- und Vereinsarbeit verdient machen. Ausgezeichnet werden jährlich zehn Projekte mit 250 Euro bis zu 2.000 Euro.


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