Pressemeldungen

14.06.2019
Ausgezeichnete Jugendarbeit beim LC Überlingen

Das Stadtwerk am See zeichnet jährlich Jugendprojekte mit Vorbildcharakter aus. In diesem Jahr gehört der Leichtathletik Club Überlingen e.V. zu den Siegern. Vereinsvorsitzender Bernd Siebler und die zweite Vorsitzende Andrea Jurtz nahmen den mit 1.000 Euro dotierten Stadtwerk am See-Verantwortungspreis entgegen.

Stadtwerk am See Verantwortungspreis LC Überlingen v.l.n.r. Andrea Jurtz, LC Überlingen; Ella Buchner, U20, Stabhochsprung: aktuelle Deutsche Hallen-Meisterin 2019; Alexander-Florian Bürkle, Geschäftsführer Stadtwerk am See; Bernd Siebler, LC Überlingen; Johanna Siebler, U20, Siebenkämpferin: Vizeweltmeisterin 2017, mehrfache Deutsche Meisterin

„Hand in Hand“ lautet das Motto des Leichtathletik Club (LC) Überlingen. Der noch junge Verein gewann innerhalb von fünf Jahren über 100 Mitglieder und hat in puncto Jugendarbeit die Nase vorn. Das wurde jetzt ausgezeichnet: Das Stadtwerk am See vergab dieses Jahr den zweiten Platz des Verantwortungspreises und damit 1.000 Euro an die Überlinger Leichtathleten. „Der LC Überlingen ist ein Bilderbuchverein“, erklärt Alexander-Florian Bürkle, Geschäftsführer des Stadtwerks am See bei der Preisübergabe. „Der starke Zusammenhalt und das herausragende persönliche Engagement der 7- bis 20jährigen haben uns zu der Auszeichnung bewogen“.

Die jugendlichen Vereinsmitglieder trainieren nicht nur, sondern unterstützen den Verein bei Finanzierung und Organisation. Sie schreiben Artikel für die Vereinszeitschrift, organisieren Sommerfeste und Sponsorenläufe und füllen über Tombolas die Vereinskasse – für Sportgeräte und Trainingslager.

Bernd Siebler, Vorsitzender und Gründungsmitglied, und die zweite Vorsitzende Andrea Jurtz nahmen den Preis vom Stadtwerk am See entgegen. „Wir sind glücklich“, so Siebler, und man sieht es ihm an. Der Diplom-Sportlehrer trainiert ehrenamtlich halbtags und legt sich für den Verein ins Zeug – ermöglicht fünf bis sechs Mal die Woche Training für die jungen Spitzensportler und baute Überlingen zum Leistungsstützpunkt aus. Unterstützt wird er dabei nicht nur von den Jugendlichen, sondern auch von deren Eltern. Die springen ein, wenn es um Kuchenverkauf geht, um Fahrdienste oder Auf- und Abbauarbeiten. Andrea Jurtz macht inzwischen die Trainerausbildung und leitet die Schülergruppe.

Dass der Verein erfolgreich ist, belegen die Zahlen. Mit acht Kindern startete Siebler im Jahr 2014. Nun sind es über 100 Mitglieder. Die Kombination von Breitensport und Leistungssport ist für eine Kleinstadt wie Überlingen ungewöhnlich und mit viel Aufwand verbunden. So muss man gerade im Winter zweimal die Woche nach Friedrichshafen in die Sporthalle ausweichen. Der Einsatz lohnt sich: zurzeit trainieren drei Athletinnen für die Teilnahme an Europa- oder gar Weltmeisterschaften. „Solche Sportler und Sportlerinnen sind natürlich ein tolles Vorbild“, erzählt Bernd Siebler. „Ihre Erfolge spornen andere Kinder und Jugendliche an.“ Trotz eines straffen Trainingsprogramms und neben der Schule übernahmen im Herbst 2018 zwei Athletinnen das Training der U8 und U10-Gruppen. „Wir konnten keine Trainer für unsere Nachwuchsmannschaften finden, da sprangen Ella Buchner und Magalie Nothnagel kurzerhand ein“, so Siebler. Für den Stadtwerk-Chef Bürkle ist das ein gelungenes Beispiel für einen „lebendigen Verein“. „Vereinsarbeit ist wertvoll. Sie gibt Menschen Halt, unterstützt sie und spinnt ein Netz, um Schwächere aufzufangen“ so Bürkle. Solch ein Engagement muss belohnt werden, dafür gibt es den Verantwortungspreis.

18 Vereine bewarben sich in diesem Jahr für den Stadtwerk am See-Verantwortungspreis. „Uns erreichen jedes Jahr tolle Projekte, und nahezu alle sind es wert, unterstützt zu werden.“, verrät er. „Uns ist es wichtig, nachahmenswerte Projekte aus der Region zu fördern und so zu helfen, dass auch zukünftig aus guten Ideen gute Aktionen werden“, unterstreicht Bürkle das Engagement des regionalen Energieversorgers.

Insgesamt über 5.000 Euro vergibt das Stadtwerk am See jedes Jahr an ausgewählte Vereine. Dieses Jahr wurde der Verantwortungspreis bereits zum siebten Mal vergeben.

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Der Verantwortungspreis richtet sich an Vereine, die sich mit ihrer Kinder- und Vereinsarbeit verdient machen. Ausgezeichnet werden jährlich zehn Projekte mit 250 Euro bis zu 2.000 Euro.


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